Philosophieren mit Kindern

Gedanken könnenKinder leben in Fragen, Erwachsene leben in Antworten, meinte einmal der Schweizer Autor Peter Bichsel. Und in der Tat: Kinder sind dem Ursprung der Philosophie in der Regel (noch) viel näher als die Erwachsenen. Dieser Ursprung liegt nämlich gerade im Staunen, im neugierigen Hinterfragen dessen, was uns umgibt. Kinder fragen sich oft schon früh, wer oder was Gott ist, woher Tiere ihre Namen haben, was nach dem Tod kommt oder ob unser Leben nur ein Traum ist. Sie suchen Antworten auf solche Fragen – und damit auf Fragen der Philosophie.

Diese Fragen aufzugreifen und mit Kindern gemeinsam zu philosophieren bedeutet, ihnen Gelegenheit zu geben, selbst Antworten auf solche Fragen zu entwickeln. Das bereitet nicht nur Freude. Beim gemeinsamen Nachdenken üben Kinder auch, sich sprachlich auszudrücken, aus dem Gesagten Schlüsse zu ziehen und die eigene Meinung zu begründen. Das Philosophieren fördert Kinder darin, sich die Welt denkend zu erobern und darin zu orientieren. Heute ist das wichtiger denn je.

 

Einige interessante Links zum Thema:
- http://www.unesco.de/philosophieren_mit_kindern.html (Studie der UNESCO zum Philosophieren mit Kindern weltweit)
http://www.philosophie-bildung.de/philosophieren-mit-kindern/ (Berliner Büro für Philosophie und Bildung)
http://www.kinder-philosophieren.de/ (Akademie Kinder philosophieren, München)
http://www.epb.uni-hamburg.de/de/node/3623 (Arbeitskreis Philosophieren mit Kindern und Jugendlichen, Hamburg)
- http://www.visionx.de/de/project/show/97/ (Knietzsche, der kleine Fernsehphilosoph)